Der Hall-Sensor TLE 4905L

Der Hall-Sensor noch inaktiv

Der Hall-Sensor noch inaktiv

Als möglicher Melder auf der Eisenbahnanlage wird auch immer wieder der Hall-Sensor genannt. Er ist wie ein Reedkontakt für kurze Schaltimpulse gedacht.
Da mich seine Möglich- keiten interessierten, habe ich einen unipolaren Hall-Sensor TLE 4905L bestellt.

Er hat die Abmessungen Höhe 3 x Breite 4 mm und Dicke ca. 1,5 mm.
Die Seite mit den seitlichen Abflachungen ist die aktive Seite. Hält man von dieser Seite einen Magneten mit dem Südpol in die Nähe, schaltet er den angeschlossenen Verbraucher gegen Masse durch.

Die Anschlüsse sind, betrachtet auf die abgeflachte Seite von links nach rechts: Spannungsversorgung Vs, Masse GND, Collectoreingang Q.

Das Datenblatt von Siemens ist bei Conrad und Reichelt zum Download verfügbar.

Edit 27.01.2010
Soeben entdeckt: die schweizerische Firma BBA stellt bei www.bba.ch unter Technische Informationen > Hallsensorbetätigung sehr anschauliche Grafiken bereit, die das Zusammenwirken von Magneten und Hallsensoren zeigen.
Auch sehr interessant ist dort der Abschnitt Leistungsvergleich, in dem die große Wirkung von Neodym-Magneten im Vergleich zu anderen Magnetarten dargestellt wird!

Für einen ersten Test habe ich einen Neodym-Magneten 10×5x1,5 mm (Nord-Süd durch die flache Seite) verwendet. Die Gleichspannung, ca. 20 V, stammt aus einem Eisenbahntrafo, mit nachgeschaltetem Gleichrichter und Glättungskondensator. Der Hall-Sensor hat einen weiten zulässigen Spannungsbereich von 3 bis 24 V. Eine integrierte Diode schützt ihn gegen Verpolung beim Anschließen. Der max. schaltbare Strom ist 100 mA.

Zur Anzeige habe ich eine LED angeschlossen: Plus > LED > Widerstand ca. 1000 Ohm > Open Collector. Minus an die gemeinsame Masse. Auf den im Datenblatt gezeigten 1,2 k Widerstand zw. Vs und Q habe ich erstmal verzichtet. Er soll wohl bei inaktivem Zustand einen eindeutigen High-Pegel für den Eingang sicherstellen.

Sensor aktiv

Sensor aktiv

Im zweiten Bild und im Video unten sieht man, dass man den Magneten recht weit weg halten kann und der Hall-Sensor trotzdem schaltet. Bei der genannten Magnetgröße spricht der Sensor bereits ab etwa 10 mm Abstand an. Auch muss der Magnet nicht direkt über den Sensor gehalten werden. Er spricht schon bei seitlicher Annäherung an. Das ist ein wichtiger Fakt, wenn man den Magneten z.B. bei einer alten Märklinlok einfach unten an der metallischen Kupplung befestigt. Auch wenn man diese voll ausschwenkt (Kurvenfahrt), schaltet der Sensor immer noch.

Führt man den Magneten in seiner Längsrichtung über den Sensor, wird der Schaltimpuls länger.

Der Hall-Sensor im Märklin-Metallgleis

Der Hall-Sensor im Märklin-Metallgleis

Das Schaltverhalten ist eindeutiger als bei einem Reedkontakt, wo man den Magneten an ganz bestimmten Stellen über den Kontakt führen muss, damit er nicht zweimal schaltet. Dazu mehr auf dieser Seite.

Die Größenverhältnisse zum Metallgleis zeigt das dritte Bild. Der Sensor kann also sehr unauffällig eingebaut werden.

Der Sensor kostet übrigens bei Conrad 2,01 EUR, bei Reichelt 0,61 EUR (Stand Sept. 2009)

Und Action:

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